Harald Utz

Sinzing

Konrad Höglauer

 

Geboren am 19.02.1890 in Pfaffendorf, Gemeinde Stoißberg bei Berchtesgaden (heute Anger) als Sohn der Ökonomseheleute Sebastian Höglauer und Maria, geborene Steinbrecher, von Beruf Säger trat am 23.10.1912 in die Bayerische Armee als Rekrut ein. Nach einem Jahr wurde er etatmäßig zum Gefreiten befördert. Am 8.8.1914 ging er mit seinem Stammtruppenteil der 11./b.I.R. 16 ins Feld. Am 01.11.1914 wurde er zum Unteroffizier befördert bevor er am 28.05.1915 zum Infanterie-Leibregiment versetzt wurde.  Im ersten Weltkrieg nahm er insgesamt an 50 Schlachten und Gefechten an allen Fronten Europas teil. Zuletzt diente er als Vizefeldwebel  beim Infanterie-Leibregiment im Alpenkorps und erwarb sich zahlreiche Auszeichnungen darunter die höchste Auszeichnung für Mannschaften und Unteroffiziere im Bayerischen Heer, die bei ca. 3 Millionen Soldaten nur 1003mal verliehen wurde.

 

 

Auszeichnungen

Eisernes Kreuz 2. Klasse, MVK 3.Klasse mit Krone und Schwertern, österreichische Tapferkeitsmedaille bronze, Leiberring 446, Edelweißabzeichen, Eisernes Kreuz 1. Klasse, Bayerische Tapferkeitsmedaille gold, Dienstzeitauszeichnung 3. Klasse, MVK 2.Klasse mit Schwertern, Verwundetenabzeichen schwarz, Tiroler Landesdenkmünze 1914 -1918, Frontkämpferehrenkreuz

 

Er war seit 14.5.1917 verheiratet mit Elise Ober aus Traunstein. Nach dem ersten Weltkrieg arbeitete er im Gastgewerbe in München und Regensburg, in dem er als Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes in Regensburg wirkte. Er starb am 28.03.1969 in Regensburg und ist dort auf dem unteren katholischen Friedhof beerdigt.

 

Militärischer Weg

11./16. bay. Infanterie Regiment (23.10.12 – 28.5.15)

23.10.1912 eingerückt als Rekrut zum 11./16. bay. Infanterie Regiment

1.10.1913 Gefreiter

8.8.1914 mit 11./16. bay. Infanterie Regiment ins Feld

6. Armee (Generaloberst Kronprinz Rupprecht von Bayern); I. Armee-Korps (General der Infanterie Oskar von Xylander); 1. Infanterie-Division (Generalleutnant Albert von Schoch); II. Infanterie-Brigade (Generalmajor Nikolaus Endres); 16. Infanterie-Regiment „Großherzog Ferdinand von Toskana“ (Oberst Karl Grundherr zu Altenthan und Weyerhaus); III.Bataillon; 11.Kompanie

10.8. – 13.8.14 Gefechte bei Badonviller

14.8.14 Gefecht an der Vezouse

18.8./19.8.14 Gefecht bei Saarburg

20.8. – 22.8.14 Schlacht in Lothringen

Bei der Schlacht in Lothringen vom 20. bis 22. August 1914 setzte das Regiment über die Saar bei Oberstinzel und griff Teile des VIII. französischen Armeekorps an. Dabei überraschte es die vorderen Linien des Feindes, brach rasch durch und konnte bis 21. August morgens bis zum Rhein-Marne-Kanal bei Heming vorstoßen. Danach ging es zur Verfolgung über und erreichte am Abend des 22. August Blâmont.

 

 

23.8. – 14.9.14 Schlacht von Nancy-Epinal

Am 28. August 1914 bestand das III. Bataillon nur noch aus sechs Offizieren und 270 Mannschaften, aus denen zwei Kompanien gebildet wurden.

23.9. – 6.10.14 Schlacht an der Somme

Nach der Verlegung an die Somme am 23. September 1914 war das Regiment beim Sturm auf Chaulnes beteiligt.

26.9.14 bei Vermandovillers durch Streifschuß an der rechten Hüfte leicht verwundet und ins Lazarett St. Quentin

2.10.14 zurück ins Feld

7.10. – 10.10.14 Stellungskämpfe westlich St. Quentin

11.10.14 – 19.5.15 Stellungskämpfe an der Somme

Im Frühjahr 1915 wurde das Regiment aus der 1. Infanterie-Division herausgelöst und der neugebildeten 10. Infanterie-Division unterstellt. Vom 27. März 1915 an war das Regiment bei Lihons eingegraben und konnte seine Stellungen ohne größere Geländeverluste bis 20. Oktober 1915 halten.

25.10.14 Eisernes Kreuz 2. Klasse

1.11.14 Unteroffizier

28.5.15 I.Ers.Btl. 1. Inf.Rgt. versetzt

7.6.15 – 12.6.15 Rekrutendepot II/ Ers.Btl./Inf.Leib-Regiment als Bergsteiger

 

11./Inf.Leib-Regiment (13.6.15 – 16.7.17)

13.6.15 zur 11./Inf.Leib-Regiment ins Feld

23.06. – 16.10.15 Kämpfe in Tirol

 

 

Inf.Leib-Rgt. erhält als ständigen Abschnitt im Juli das Sextental mit Dolomiten und Karnischem Kamm zugewiesen.

Exzellenz von Krafft, der Kommandeur des Alpenkorps, übernimmt das Kommando über die Südostfront von Tirol (bestehend aus Subrayon IV und Subrayon V, Feltre-Pordoijoch bezw. Pordoijoch-Kärntner Grenze). Kommandant Subrayon V Feldmarschalleutnant v. Goiginger.

18.06.1915 Das III./L. liegt in Kartitsch.

Grenzabschnitt 10 (Seelandbachtal bis Kärntner Grenze), General Bankowski:

Grenzunterabschnitt 10a:

Kampfabschnitt Rufreddo
Kampfabschnitt Gemärk
Kampfabschnitt Landro, später Schluderbach

Grenzunterabschnitt 10b, Oberstleutnant von Epp:

Kampfabschnitt Zinnenhochfläche
Kampfabschnitt Fischleintal
Kampfabschnitt Burgstall
Kampfabschnitt Hornischeck, später Seikofel

Grenzunterabschnitt 10c, S.K.H. Prinz Heinrich:

Kampfabschnitt Eisenreich
Kampfabschnitt Filmoorhöhe

 

09.07.1915 Italienischer Angriff auf Filmoorhöhe, südlich Kartitsch. 10. und 11./L. greifen erfolgreich in die Abwehr als taktische Reserve ein.

 

 

Einsatzraum III./L.

10.7.1915 S.K.H. Prinz Heinrich übernimmt als Kommandeur des III./L. das Kommando im Abschnitt 10c von Diemut bis Winkler Joch.

18.07.1915 Italienischer Angriff auf Filmoorhöhe. Der Angriff von III./L. leicht abgewiesen, einzelne Nester durch schneidige Patrouillen ausgehoben (Königswand).

26.07.1915 Der Kommandeur Inf.Leib-Rgts. übernimmt den Abschnitt Sexten (10b). Zum Abschnitt 10b gehören 4 österr. Btle., I./L. und später II./L., zum Abschitt 10c gehören 2 österr. Btle. und III./L. Beide unterstehen dem österr. Geb.Brig.Kdo. 56 (Abschnitt 10), General Bankowski.

Da im Winter italienische Angriffe auf die Österreichischen Grenzen nicht zu erwarten waren, war die Tätigkeit des Alpenkorps in Tirol beendet.

12.10.1915 Unterkunft nach Ablösung III./L. in Vierschach, Winnbach und Arnbach.

14.10.1915 Abtransport von Innichen unter herzlicher Verabschiedung. Fahrt von Tirol nach Rosenheim, dort Entseuchung, über München – Ulm – Germersheim – Hargarten – Longuyon – Sedan – Charleville nach Poix-Terron als Heeresreserve in den Ardennen.

Unterkunft III./L. in Singly und Villers le Tilleul.

24.10.1915 Fahrt des Regiments über Charleville – Sedan – Busendorf – Germersheim – Ulm – München – Rosenheim – Salzburg – Attnang – Linz – Wien – Budapest – Temesvar – Karasjecseni

 

30.10. – 28.11.15 Feldzug in Serbien

1.12.15 – 3.3.16 Aufmarsch an der griechischen Grenze

4.3. – 19.3.16 Kämpfe an der griechischen Grenze

1.4. – 2.5.16 Stellungskämpfe in der Champagne

 

5.6. – 17.8.16 Schlacht bei Verdun

Am 28. Mai 1916 wurde das Alpenkorps der 5. Armee unterstellt, am 1. Juni bezog es Quartier in Azannes. In der Schlacht um Verdun wurden die Alpenjäger am östlichen Maasufer der Angriffsgruppe Ost des Generals von Lochow zugeteilt. Am 8. Juni erfolgte der erste Einsatz des Alpenkorps im Abschnitt des I. Bayerischen Korps. Durch die Hassoule-Schlucht, auch Totenschlucht genannt, erreichten sie das heißumkämpfte Fort Douaumont. Von hier aus ging es im Bereich des Dorfes Fleury und dem Zwischenwerk Thiaumont direkt in die Hauptkampflinie. An den Flügeln war rechts die Bayerische 1. Division ebenfalls gegen Thiaumont und als linker Nachbar die 103. Division gegen den Abschnitt Souville-Tavannes angesetzt. Fleury, Thiaumont sowie die Munitionsräume bei Fleury (Poudriere de Fleury) wurden im Rahmen von zwei Großangriffen am 23. Juni und 11. Juli 1916 eingenommen. Ein kleiner Stoßtrupp des Infanterie-Leib-Regimentes erreichte sogar die sogenannte „Filzlausstellung“ (Ouvrage de Morpion) und erzielte damit kurzfristig den weitesten Vorstoß deutscher Truppen vor Verdun. Am 9. August 1916 wurde das Alpenkorps aus dem Bereich der 5. Armee und somit aus der Schlacht von Verdun entlassen.

15.06. – 21.7.16 Kämpfe um Fleury und die Munitionsräume südlich Fleury

23.6.16 Erstürmung von Fleury

11.7.16 Wegnahme der Munitionsräume südlich Fleury

5.8. – 11.8.16 Kämpfe um Zwischenwerk Thiaumont

18.8. – 8.9.16 Stellungskampf in den Argonnen

 

11.9.16 – 10.4.17 Feldzug gegen Rumänien

26.9. – 29.9.16 Schlacht bei Hermannstadt

Während der Schlacht bei Hermannstadt durchschritt das Alpenkorps das Zibinsgebirge, das die beiden Flügel der auf breiter Front aufmarschierten 1. rumänischen Armee trennte. Über den Gebirgskamm kommend, brachten die Alpenjäger am 26. September der im Frontalangriff stehenden deutschen 187. Infanterie-Division die nötige Entlastung. Im Rücken des Feindes vordringend, wurde den Rumänen dabei der Rückzug durch den Roten-Turm-Pass versperrt. Gemäß Gefangenenaussagen hatte das Korps mit seinen neun Bataillonen erfolgreich gegen 54 der rumänischen Armee im Kampf gestanden. Bei Roter Turm wurde zur Erinnerung an diesen Sieg eine Tafel mit der Inschrift „DEUTSCHES ALPENKORPS 26–29.IX 1916“ an der Felswand angebracht.

30.9. – 24.11.16 Grenzkämpfe am Roten Turm Pass

 

 

Der Befehlshaber des Infanterie-Leib-Regiments, Prinz Heinrich von Bayern, wurde während der Kämpfe am 7. November verwundet und starb am Tag danach. Das Regiment eroberte an jenem Tage die letzte Höhe des Monte Sule, am 21. November brach die Gruppe „Krafft“ endgültig durch das siebenbürgische Gebirge nach Süden durch und gelangte in die Tiefebene der Walachei.

25.11. – 30.11.16 Verfolgungskämpfe bei Curtea de Arges – Pitesti

1.12. – 3.12.16 Schlacht am Arges

Anfang Dezember hatte das Korps „Krafft“ entscheidenden Anteil an der Schlacht am Arges, die schließlich zur Einnahme von Bukarest führte.

Am 1. Dezember begann der rumänische Angriff; er war zunächst erfolgreich. Die auf dem rechten Flügel stehende bulgarische 12. Division musste sich nach verlustreichen Kämpfen gegen die rumänische 18. Division gegen Nachmittag zurückziehen und verlor die Verbindung zur restlichen Armee. Der rumänischen Armee gelang es, eine große Zahl an bulgarischen Infanteristen gefangen zu nehmen. Der linke Flügel der Donau-Armee bei Flamanda hing dem Zentrum noch nach, deswegen wurde die linke Flanke der im Zentrum stehenden 217. Infanterie-Division unter Generalleutnant Kurt von Gallwitz-Dreyling in der Nacht zum 2. Dezember von den Rumänen massiv angegriffen. Die 217. Division musste sich in den Morgenstunden des 2. Dezembers zurückziehen und auf Verstärkung warten.

Die Frontlinie war am 2. Dezember noch unübersichtlich. Die 217. Division stand dem Feind noch immer allein gegenüber. Zwischen ihr und der bulgarischen 12. Division drohte die Front einzubrechen.

Am Morgen des 3. Dezember griffen die rumänische 21. und 18. Infanterie-Division nochmals mit ganzer Kraft an, um den Durchbruch zu erzwingen. Das Eingreifen der Jägerbataillone 7 und 9, die die Lücke zwischen der bulgarischen 12. Division und der 217. Division im Morgengrauen geschlossen hatten, konnte den bedrohten Abschnitt stabilisieren. Das Gefecht dauerte unentschieden den ganzen Vormittag an.

Der rumänische Gegenangriff kam erst ins Stocken, als der rechte Flügel der deutschen 9. Armee unter General von Falkenhayn in die Schlacht am Arges eingriff. Vom Westen aus dem Raum Slatina war das Kavalleriekorps Schmettow (6. und 7. Kavallerie-Division) und die Gruppe Kühne mit der 41. und 109. Infanterie-Division im Anmarsch auf die Argeslinie. Von Nordwesten über Curtea de Arges kam das Alpenkorps als „Gruppe Krafft“ mit der 216. und 301. Division heran. Das Eingreifen der bayerischen 11. Division (Genlt. Paul von Kneußl) der Gruppe Kühne half den steckengebliebenen Teilen der Donau-Armee, ihren Angriff zu erneuern und die gegenüberliegenden Rumänen wieder zurückzudrängen. Die rumänischen Verbände mussten ihren Angriff abbrechen und sich zum Flussufer des Arges zurückziehen.

 

 

4.12. – 8.12.16 Verfolgung nach der Schlacht am Arges

Nach dieser Schlacht schwenkte die 9. Armee von Osten nach Norden ein, den Angelpunkt bildete dabei die Gruppe „Krafft“. Am 7. Dezember eroberten die Jäger zusammen mit dem XXXIX. Reserve-Korps Ploesti und die dortigen Ölfelder.

9.12. – 20.12.16 Verfolgungskämpfe an der Jalomita-Prahova und Buzaul

24.12.16 Vizefeldwebel

21.12. – 27.12.16 Schlacht bei Rimnicul – Sarat

Am 21. Dezember kam es zur Weihnachtsschlacht von Rimnicul-Sarat, dem Korps gegenüber standen nicht nur Rumänen, sondern erstmals auch Russen.

26.12.16 MVK 3.Klasse mit Krone und Schwertern

4.1. – 8.1.17 Schlacht an der Putna

Am 2. Januar 1917 erreichte das Korps Bolotești. Über den sechs bis acht Meter breiten jedoch nur einen Meter tiefen Putna kam es aber zu keinem weiteren Vorgehen mehr. Am anderen Ufer war die Grenze zum Kaiserreich Russland, am Fluss folgten Monate des Stellungskrieges.

9.1. – 10.4.17 Stellungskrieg an der Putna und Sereth

Am 10. April 1917 schied das Alpenkorps aus der 9. Armee aus und ging mehrere Wochen im Raum von Kronstadt in Ruhequartiere. Der neue Korpskommandeur besichtigte seine Einheiten am 13. April in Mühlbach. Im Mai wurden neue Jagdkommandos, die späteren Sturmtrupps ausgebildet, gleichzeitig wurden kompanieweise MW-Züge aufgestellt.

5.3.17 – 11.4.17 zum Minenwerferkurs kommandiert

Während der Minenwerfer-Ausbildung am Kaiserstuhl wohnten mehrere Truppenteile einem Vortrag des Ritter des Ordens Pour le Mérite, Hauptmann Hans-Joachim Haupt, über die Erstürmung des Forts Douaumont bei.

23.4.17 – 28.4.17 zum Feldregiment des Inf.Leib.Regiment kommandiert

28.4. – 12.5.17 zum Minenwerferkurs kommandiert

16.6.17 österreichische Tapferkeitsmedaille bronze

 

Minenwerfer Komp./Inf.Leib-Regiment(16.7.17 – 20.12.18)

16.7.17 zur Minenwerfer Komp./Inf.Leib-Regiment versetzt

21.5. – 29.7.17 Stellungskampf im Oberelsass

Ende Mai 1917 wurde das Alpenkorps ins Ober-Elsass zurück an die Westfront verlegt. Am 14. Juni wurde das Korps ins „Loch von Belfort“ verlegt, zwischen dem Schweizer Jura-Gebirge und den Vogesen – von Mühlhausen bis zum etwa 40km entfernten Belfort.

6.8. – 3.9.17 Durchbruchsschlacht an Putna und Susita

Anfang August 1917 verlegte das Alpenkorps abermals nach Rumänien. In der Durchbruchsschlacht an der Șușița überquerten die Jäger am 12. August 1917 die Putna in Richtung Străoane. Unter der Führung des Hauptmanns Fischer griff die Gruppe der beiden 10. Jäger-Bataillone am 15. August Muncelul an. Mit der Einnahme Munceluls endeten am 28. August die letzten größeren Kämpfe an diesem Abschnitt, es folgten erneut Stellungskämpfe, diesmal bei Zabrautioru.

28.8.17 Einnahme von Muncelul

4.9. – 11.9.17 Stellungskrieg an Sereth und Susita

3.10. – 15.10.17 Aufmarsch hinter der Isonzo-Front

 

 

16.10. – 23.10.17 Stellungskämpfe am Isonzo

24.10. – 27.10.17 Durchbruch durch die Julischen Alpen

„Gruppe Stein“ (kgl. bay. III. Korps) mit Alpenkorps im Nordteil des Brückenkopfes, 12. (d) InfDiv nördl. Tolmein, 50. (k.u.k.) InfTrpDiv bis zum Krn. Hinter dem Alpenkorps östl. Sela die 117. (d) InfDiv.

 

Angriffsrichtungen

    • „Gruppe Stein“:

linker Flügel: Jeza – Kolowratrücken – Monte Matajur – Natisonetal
rechter Flügel: Idersko – Karfreit – Monte Mia – Monte Juanes – Monte Madlessena

24.10.17 Erstürmung des Hevnik und der Höhe 1114

25.10.17 Erstürmung des Kuk und Eroberung des Luico-Passes

27.10.17 Einnahme von Cividale

2. Gefechtsstreifen Stein links: Plaino (einschl.) – Silvella – (einschl.) – Gradiska (einschl.)

 

28.10. – 8.11.17 Schlacht bei Udine

Für die Gruppe Stein wurde die Verfolgung der zurückweichenden Italiener in südwestlicher Richtung befohlen (30.10.1917).

Das Alpenkorps stand östlich Dignano mit der Absicht, den Übergang über den Tagliamento zu erzwingen. Dazu stand eine große Menge an erbeutetem Brückengerät zur Verfügung (31.10.1917).

1.11.17 Gefecht bei Boncicco

4.11. – 11.11.17 Verfolgung vom Tagliamento bis zur Piave

Am 11. November wurde an mehreren Stellen der Piave überschritten und auf dem westlichen Ufer Brückenköpfe eingerichtet. Ein weiteres Vordringen war jedoch nicht mehr möglich.

12.11.17 – 22.1.18 Gebirgskämpfe in den Venezianischen Alpen

29.1. – 6.3.18 Stellungskämpfe in Lothringen und in den Vogesen

7.3. – 8.4.18 Stellungskämpfe in Lothringen

 

 

9.4. – 18.4.18 Schlacht bei Armentieres

11.4.18 Leiberring 446

Der Ring bedeutet nicht mehr oder weniger als: Dieser Mann hat für das Feldregiment wirklich viel getan. 24 Monate reine Frontdienstzeit, das will abgedient sein; ungezählte Gefechte, Märsche, Strapazen, nächtliche Ablösungen, Kälte, Hitze sind darin eingeschlossen. Überall lauerte der Tod.

Und so sagt der Ring für alle Zeiten schon eines: „Du hast es hier nicht mit einem Sprüchmacher zu tun , der vielleicht nie Pulver gerochen hat und nun auf die Unmöglichkeit sündigt, in diesem Weltkrieg rasch genau die Rolle jedes einzelnen festzustellen; ein ganzer Mann und Soldat steht vor Dir.“

19.4. – 29.4.18 Schlacht um den Kemmel

 

Angriffe auf den Kemmelberg

 

Kämpfe um den Kemmelberg

 

Vom 17. bis zum 19. April wehrten die Briten einen ersten deutschen Angriff auf den Kemmelberg erfolgreich ab. Auch Béthune konnten sie halten. Am 18. April versteifte sich der Widerstand vor der Front der 6. Armee zusehends. Die Gruppe Kraewel (Gen. Kdo. IV. A.K.) setzte sich kurzfristig in den Besitz der Dörfer Festubert und Givenchy, musste dann aber vor den englischen Gegenangriffen wieder zurückweichen. Die Gruppe Sieger (XVIII. Res.K.) musste sich bei Wytschaete heftiger Gegenangriffe erwehren. Das Armeeoberkommando 6 musste in Verteidigung übergehen.

Vom 19. bis 24. April trat eine Kampfpause ein, während der französische Truppen die Front am Kemmelberg übernahmen. Das französische 36. Korps unter General Nollet traf nacheinander mit drei weiteren Divisionen zur Verstärkung der dortigen Front ein.

Um der Georgette-Operation einen erträglichen Abschluss zu geben, sollte jetzt das Hauptaugenmerk zur nördlicher angreifenden 4. Armee verlegt werden. Ziel war wie schon zu Kriegsbeginn die Beherrschung der Höhen bei Messines. Der Angriffsplan zur Gewinnung das Höhengeländes Kemmel – Dranoutre war am 19. April fertig ausgearbeitet. Das X. und XVIII. Reserve-Korps hatten den Angriff auszuführen. Die Gruppe Sieger sollte mit drei Divisionen im ersten und zwei Divisionen im zweiten Treffen auf die Dörferlinie Voormezeele, Dickebusch und Kemmel angesetzt werden. Die Gruppe Eberhardt sollte mit einer gleichartigen Angriffsformation gegen den Kemmelberg und die Höhen beiderseits von Vleugelhoek vorstoßen.

Die zweite Schlacht um den Kemmelberg begann am Morgen des 25. April 1918. Schon die ganze Nacht hatten die Deutschen Gasgranaten auf die alliierten Stellungen gefeuert. Das britische XXII. Corps unter General Godley und die französischen Armeekräfte unter General Mitry verteidigten die wichtige Höhenstellung. Die Franzosen verstärkten ihre Abwehr durch starke Luftangriffe. Um 6 Uhr gelang es dem deutschen Alpenkorps den Kemmelberg zu stürmen, die Franzosen mussten sich zum Rodenberg und Scherpenberg zurückziehen. Der Versuch der deutschen Streitkräfte, auch den Scherpenberg zu erobern, gelang am 29. April.

23.4.18 Eisernes Kreuz 1. Klasse

29.4.18 Bayerische Tapferkeitsmedaille gold

Vizef. der M.W.K. b. Inf.Leib-Rgts. Im Frieden Säger in Traunstein. Geb. 18.2.1890 zu Pfaffendorf in Oberbayern.

Am 29.4.1918, in den Tagen der Schlacht um den Kemmel, hatte sich der Angriff des I. Batls. b. Inf.Leib-Rgts. auf dem Scherpenberg festgelaufen. Das stark geschwächte Bataillon war in schwieriger Lage.

In richtiger Erkenntnis der Kampfverhältnisse griff nun der Vizef. u. Zugführer der M.W.K. b. Inf.Leib-Rgts, Konrad Höglauer, ein. Er half umsichtig und unerschrocken den Widerstand durch Zusammenfassen der Mannschaften, Neubesetzen der Maschinengewehre und Einbau seiner Werfer organisieren. Kaltblütig eilte er in dem deckungslosen und dauernd unter Artilleriefeuer liegenden Gelände umher.

Als Höglauer später die Bereitstellung starker feindl. Kräfte zum Angriff erkannte, erstickte er diesen durch vorzügliches Feuer seiner Werfer, das er unter rücksichtslosem Einsatz seiner Person völlig ungedeckt leitete.

Todverachtend und zielbewußt trug Höglauer wesentlich dazu bei, dem Kampfe einen günstigen Verlauf zu geben und zu verhindern, daß die Front seines Bataillons aufgerollt wurde.

30.4. – 8.8.18 Stellungskrieg in Flandern

21.6.18 Dienstzeitauszeichnung 3. Klasse

24.6.18 MVK 2.Klasse mit Schwerter

9.8. – 27.8.18 Schlacht bei Roye und Lassigny

28.8. – 3.9.18 Schlacht am Nordkanal bei Nesle und Noyon

17.9.18 Verwundetenabzeichen schwarz

Edelweißabzeichen

 

4./Inf.Leib-Regiment (20.12.18 – 12.4.19)

20.12.18 zur 4./Inf.Leib-Regiment versetzt

12.4.19 entlassen

16.6.19 zum Wehr-Regiment 4.Btl./Kan.B. versetzt

29.10.20 Bayerische goldene Tapferkeitsmedaille rückwirkend zum 29.4.1918

7.3.30 Tiroler Landesdenkmünze 1914 -1918

1932 Frontkämpferehrenkreuz

 

 

 

 

Verwendete Quellen:

  1. Militär-Pass Konrad Höglauer
  2. Die Leiber im Weltkrieg, Verlag der Archivkommission des Bayerischen Inf.-Leib-Regiments. München
  3. Bayerns goldenes Ehrenbuch, Bayerisches Kriegsarchiv, Verlag Joseph Hyronimus. München
  4. Wikipedia

 

 

 

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1 Comment
  1. Servus Harald,

    ein sehr interessanter und gut ausgearbeiteter Beitrag über einen tapferen Bayern, welcher mit der goldenen bayerischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet wurde.

    Vielen Dank und viele Grüße
    Walter

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