Walter Kinast

 

 

Bei der bayerischen Militär-Verdienst-Medaille (im Volksmund immer schon als Tapferkeitsmedaille bezeichnet, erst durch Verordnung vom 2. März 1918 erhielt sie, wenn auch sehr spät, offiziell diese Bezeichnung) gibt es immer noch viele unbeantwortete Fragen. Bei den Prägevarianten soll hier versucht werden, etwas Klarheit zu schaffen. Die Be-trachtung beschränkt sich auf die königlich-bayerischen Militär-Verdienst-Medaillen ab 1806 (geprägt ab 1807). Die Abbildungen sind, der besseren Übersicht geschuldet, nicht maßstabsgetreu wiedergegeben und wurden teilweise durch bildbearbeitende Mittel geringfügig verändert. Bis auf die beispielshaft gezeigten Ösenformen wird, mit einer Ausnahme, nicht auf die goldenen Medaillen eingegangen, da sie mit denselben Stempeln wie die silbernen Medaillen geprägt wurden. Lediglich das Prägeszenario war bei den Medaillen aus Gold etwas aufwändiger. Echtgoldene Militär-Verdienst-Medaillen waren immer aus 6 Dukaten (Feingehalt 986/1000 und 3,49 Gramm je Dukat) gefertigt.

Im Folgenden soll nicht nur eine reine Vorstellung/Gegenüberstellung der einzelnen Varianten dem Prägebilde oder der Verschiedenheiten nach dargestellt werden, sondern es soll vielmehr versucht werden, den Weg vom Künstler bis zur fertigen Medaille aufzuzeigen, um auch das Entstehen von Varianten besser nachvollziehen zu können. Aus diesem Grunde wird nach der allgemeinen Beschreibung der Medaille und deren Stempelschneider zuerst auf die Herstellung der Prägestempel und das Prägen der Medaillen in stark verkürzter Form eingegangen. Im Anschluss werden die einzelnen Prägevarianten vor- und gegenübergestellt. Den Schluss bildet dann das nötige Quellen- und Literaturverzeichnis.

 

Beschreibung der Medaille

Die Medaillenvorderseite zeigt das Brustbild des ersten Bayerischen Königs Maximilian Joseph I von der linken Seite. Dem Medaillenrand folgend ist die erhabene Umschrift „MAXIMILIAN IOSEPH KÖNIG VON BAIERN“ bzw. bei den von J. Ries geschnittenen Prägestempeln „MAXIMILIAN JOSEPH KŒNIG VON BAIERN“ zu lesen. Die Rückseite zeigt einen aufrecht auf einem Sockel stehenden gekrönten Löwen mit einem erhobenen Schwert in der Rechten und einem vor ihm stehenden bayerischen Rautenschild, der im Mittelschildchen die Insignien der Souveränität zeigt, mit der Linken haltend. Darüber ist dem Medaillenrand folgend die erhabene Umschrift „DER TAPFERKEIT“ zu lesen.

 

Die Stempelschneider

Stempelschneider der königlich-bayerischen Militär-Verdienst-Medaillen waren die Graveure und späteren Medailleure des k. Hauptmünzamtes in München, Franz Xaver Joseph Losch der Ältere (1770 – 1826) und Johann Adam Ries (1813 –1889).

(Franz Xaver) Joseph Losch der Ältere

Er wurde am 2. April 1770 als Sohn von Joseph Losch aus Amberg geboren. Seine Grundkenntnisse hatte er in der damaligen churfürstlichen Münze in Amberg erworben. Nach Auflösung der Amberger Münze 1796 musste er sein Auskommen mit untergeordneten Tätigkeiten verdienen. Als 1803 in München die Stelle eines churfürstlichen Graveurs offen war, bewarb er sich darauf und schickte als Beweis seiner Fähigkeiten einen von ihm geschnittenen Prägestock eines Thalers mit. Das Bild des Königs übertraf an edlem Stil bei großer Ähnlichkeit alles, was bis dahin auf bayerischen Münzen zu sehen war, weshalb er dann die Stelle 1804 erhielt. 1808 wurde er zum königlichen Medailleur befördert. 1810 wurde er zur weiteren Ausbildung seiner Kunst nach Paris geschickt. Von dort kam er Ende 1812 mit der Begründung nach München zurück, dass es in Paris nichts mehr gab, was er noch dazulernen könne. Er starb am 14. April 1826 (auch 13. April) als ein von allen hoch geschätzter und hochausgezeichneter Mann in München an der Wassersucht.

Nachrichtlich: Joseph Losch, der Jüngere

Als Sohn des Joseph Losch (dem Älteren) wurde er am 8. März 1804 in München geboren. Er zeigte relativ schnell, dass er nicht nur den Namen seines Vaters sondern auch dessen Talent geerbt hatte. Schon in der Jugend hatte er eine Vorliebe für die Kunst. Er verließ das Gymnasium, um sich der Kunst zu widmen. Unter Leitung seines Vaters ergriff er das Graveurfach. Nach dem Tode des Vaters wurde er 1826 als Graveurgehilfe beim kgl. Hauptmünzamt aufgenommen und nach wiederholten Beweisen seines Könnens 1834 als Hauptmünzamts-Graveur angestellt. In der Mitte seiner erfolgreichen Laufbahn starb er in Folge eines Blutsturzes am 26. Juli 1843 im Alter von 39 Jahren.

Johann (Adam) Ries

Johann (Adam) Ries wurde am 16. Oktober 1813 als Sohn des Drechslermeisters und Metallarbeiters/Mechanikers Johann Ries in Kulmbach geboren. Von seinem Vater erhielt er auch seine erste Ausbildung. Ries besuchte anschließend ab 1840 die Akademie der bildenden Künste in München und erlernte dort die Kunst des Stempelschneidens. Ihm wurde am 5. April 1844 die erledigte Stelle eines zweiten Graveurs beim königlichen Hauptmünzamt München in provisorischer Eigenschaft verliehen. Leitender Graveur von 1829 – 1855 war Carl Friedrich Voigt, (1800 – 1874). Ries starb 1889 hochangesehen in München.

 

Die Herstellung der Prägestempel

Nachdem immer wieder abenteuerlichste Aussagen über Prägestempel, Medaillen und Stempelschneider kolportiert werden, soll die folgende Kurzdarstellung zum besseren Verständnis hilfreich sein. Anhand der verkürzten Darstellung kann man jedoch nur erahnen, mit welch großem Aufwand die Herstellung solcher Prägestempel wirklich verbunden war.

Kurzdarstellung der Technik zur Herstellung eines Prägestempels:

a)  Nach Zeichnung des Münz- bzw. Medaillenentwurfs wird ein Wachs- oder Tonmodell durch den Künstler auf einer      Schieferplatte stark vergrößert geformt.
b)  Von diesem Wachs- oder Tonmodell wird nach völliger Ausarbeitung eine Gipsnegativform abgenommen.
c)  Mit dieser Gipsnegativform wird durch Guss ein Stahl- oder Bronze-Positivmodell hergestellt.
d)  Es erfolgt sodann die Reduzierung des Modells auf mechanischem Wege in der gewünschten Größe auf einen      Weichstahlblock. Dies geschieht durch eine Reduktionsmaschine, welche nach dem    zum Verkleinern von      Zeichnungen verwendeten Storchenschnabelsystem arbeitet. Sie bewirkt, dass ein Stahlstift spiralförmig das      Modellrelief, welches in der Maschine eingespannt ist, genau nach allen Erhöhungen und Vertiefungen abtastet und      seine Bewegungen durch entsprechende Hebelanordnungen an einen schnell rotierenden angeschliffenen Stahlstift      übertragen werden. Die Maschine kann so eingestellt werden, dass das eingespannte Originalrelief in jeder      gewünschten Größe in den Weichstahlblock eingefräst werden kann.
e)  Der dabei entstandene Positivstempel wird vom Graveur/Stempelschneider mit größter Sorgfalt vollendet, d.h.      ziseliert, geglättet und poliert (feinbearbeitet). Das Ergebnis ist der sogenannte Originalstempel, welcher nun      gehärtet wird.
f)  Er ermöglicht die Herstellung einer Urmatrize mit tiefem Münz-/Medaillenbild, was durch das sogenannte Senken      geschieht. Dabei wird der ausgeglühte Matrizenstempelrohling in eine geschlossene Form (Senkring) gebracht, der      Originalstempel aufgesetzt und durch Schmieden bzw. durch Senken die Stempelform übertragen. Auf der dadurch      entstandenen Urmatrize werden nun Radien und Kreislinien aufgezeichnet, um die Lage der Umschrift festzulegen,      welche mittels harter Stahlpunzen eingeschlagen wird. Eine weitere Härtung erfolgt.
g)  Die Urmatrize dient zur Anfertigung einer oder gleich mehrerer Urpatrizen, damit das Gepräge lange Zeit in der      gleichen Qualität gehalten werden kann. Die Urpatrizen werden gehärtet.
h)  Von dieser Urpatrize werden die eigentlichen Prägestempel (Negativstempel = Matrizen) abgenommen und      gehärtet.

Die Haltbarkeit der Stempel ist unterschiedlich und von der Konvexität der Stempelflächen, der Tiefe der Gravüre, der Härte des zu prägenden Münzmetalls und der Güte des Stempelstahls abhängig. Ist ein Stempel längere Zeit im Gebrauch, so verliert er nicht nur seine Politur sondern es runden sich auch nach und nach die scharfen Umrisse der vertieften Gravur ab und das Gepräge auf den Medaillen sieht stumpf und undeutlich aus. Wenn man sparsam sein wollte, so schliff man die ganze Fläche des Stempels ein wenig ab, bis die Ränder der vertieften Gravur wieder scharf waren. Jedoch gibt es hierbei eine Grenze, die bald erreicht ist. Durch das Abschleifen werden die niederen Teile der Gravur auffallend flach oder verschwinden sogar komplett, was sich an den geprägten Medaillen sehr leicht an den Ausfällen der Prägung erkennen lässt (sog. „Stempel- oder Prägeschwäche“, sh. auch weiter unten bei Variante 2b). Ausgebrochene Buchstaben oder Teile des Stempels können nach Ausglühen des Stempels neu aufgeschlagen werden. Danach ist der Stempel wieder zu härten. Besser ist jedoch die Abnahme eines neuen Prägestempels von der Urpatrize.

Wesentliche Schritte nochmals in Stichpunkten:

a)  Künstlerischer Entwurf, Wachs-/Tonmodell
b)  Gipsnegativform
c)  Stahl-/Bronze-Positivmodell
d)  Reduktionsmaschine, Positivstempel
e)  Originalstempel in gewünschter Größe
f)  Urmatrize mit Umschrift
g)  Urpatrize(n) (Positivstempel)
h)  Matrize(n) (Negativstempel) = Prägestempel

 

Reduktionsmaschine

 

Das Prägen

Hier wird ebenfalls sehr vereinfacht bzw. gekürzt erläutert, wie mit den hergestellten Prägestempeln (Matrizen) Münzen/Medaillen geprägt warden.

Das Prägen der Münzen/Medaillen erfolgt zwischen zwei gehärteten Prägestempeln aus Stahl durch einen auf den Oberstempel ausgeübten äußerst kräftigen Druck oder Stoß. Den Stoß erzeugte man anfangs durch einen Hammer (Klippwerk), später auf einem Spindelwerk (Schraubenstoßwerk, Druckwerk, Anwurf). Am gebräuchlichsten war die nach dem Spindelwerk eingeführte Prägemaschine mittels Kniehebel (Kniehebelpresswerk), welche von Dietrich Uhlhorn (1764 –1837) aus Grevenbroich erfunden wurde.

Im Königreich Bayern kamen für die Prägung der Militär-Verdienst-Medaillen sowohl die Stoß- oder Spindelpresse (Spindelwerk), wie auch das Kniehebelpresswerk zum Einsatz. Einen wichtigen Hinweis dazu liefert Beierlein *, der nach den Probemünzen mit den lfd. Nrn. 2779 bis 2781 anmerkt: “Geprägt im Jahre 1827 in der Münze zu München als Übergangsmünzen von der alten Prägart mit der Spindel zur neuen mittels des Hebels“.
  * Beierlein, Die Medaillen und Münzen des Gesamthauses Wittelsbach

Diese Umstellung führte zu wesentlich besseren Ergebnissen von geprägten Medaillen in Bayern nach 1827. Für diese neu eingeführte Technik wurden neue Prägestempel abgenommen, was wiederum einen Rückschluss auf den Herstellungszeitraum der einzelnen Varianten der Militär-Verdienst-Medaillen erlaubt. Rückschlüsse auf den Verleihungszeitraum darf man nicht ziehen, da nicht bekannt ist, ob noch „Lagerbestände“ der vorherigen Prägeserien vorhanden waren (sh. hierzu auch Ausführungen weiter unten).

Das Grundprinzip der Stoß- oder Spindelpresse und des Kniehebelpresswerkes:

Die Stoß- oder Spindelpresse ist eine starke Schraubenpresse, deren Schraube so konstruiert ist, dass sie durch eine Drehbewegung am „Balancier“, welcher am Kopfe der Schraube angebracht ist, relativ schnell nach unten geht. Sie verübt dabei auf einen darunter befindlichen Oberstempel (Vorderseitenstempel) einen so heftigen Stoß aus, dass die Ronde (Prägerohling, Metallplättchen), welche in einem Prägering auf den am Fuße der Presse eingelegten Unterstempel (Rückseitenstempel) liegt, zu einer beidseitigen Münze/Medaille geprägt wird.

Um die Prägekraft zu verstärken, sind an den zwei Enden des „Balancier“ schwere Metallkugeln angebracht. Zum Entnehmen der fertig geprägten Münze/Medaille wird die Schraube entgegengesetzt wieder hochgedreht.

 

Spindelpresse

 

Das Prinzip des Kniehebelpresswerkes von Dietrich Uhlhorn ist in den Hebelgesetzen zu suchen und besteht darin, dass ein großer Hubweg, bei geringer Hub- und Zugkraft, kontinuierlich in einen kleinen Hub mit großer Kraft mittels eines Kniehebels umgesetzt wird. Zuerst wird relativ zügig das Presswerk eingerichtet, d.h., es wird automatisiert die vorher geprägte Münze/Medaille ausgeworfen und eine neue Ronde dem Ober- und Unterstempel zugeführt, was wenig Kraft benötigt (Bei der Ringprägung ist zusätzlich auf den Unterstempel ein Prägering aufgesetzt, in dem der Rohling beim Prägen in seiner seitlichen Ausdehnung begrenzt wird). Je mehr sich der Kniegelenkhebel durchstreckt, umso geringer ist der zurückgelegte Weg und umso höher wird die Prägekraft. Nach dem Prägen wird die (geprägte) Medaille ausgeworfen und der Prozess beginnt erneut.

Wer noch tiefer in die Materie einsteigen will, dem kann ich das ausgezeichnete Fachbuch von E. Schlösser, kgl. Preußischer Münzwardein, z.D. zu Hannover (Münzwardeine waren an den Münzstätten tätige und von den Landesherren besoldete Beamte, die verpflichtet waren, die Produkte des Münzmeisters regelmäßig zu kontrollieren und zu dokumentieren), „Die Münztechnik – Ein Handbuch für Münztechniker, Medaillenfabrikanten, Gold- und Silberarbeiter, Graveure und technische Chemiker“, Hannover 1884, sehr empfehlen. Hier wird auf 251 Seiten die Thematik wesentlich ausführlicher vorgestellt.

 

 

Kniehebelpresswerk nach Uhlhorn

 

Die Medaillentypen und deren Varianten im Einzelnen

Dem Grundsatz nach kann man 2 verschiedene Medaillentypen unterscheiden:

Typ 1 mit kleinem Brustbild von König Maximilian Joseph I und
Typ 2 mit großem Brustbild von König Maximilian Joseph I.

Beierlein* unterscheidet nur zwei Varianten des 1. Typs, einmal mit und einmal ohne Stempelschneider. Hessenthal/Schreiber* unterscheiden zwei Varianten des 1. Typs mit und ohne Stempelschneider und einen 2. Typ. Nimmergut* unterscheidet drei Varianten des 1. Typs und einen 2. Typ. Diese Interpretierungen verwirren. Der kritisch phaleristisch Interessierte wird jedoch bei genauerem Betrachten der hier vorgestellten Varianten feststellen, dass diese Einteilung abschließend nicht ausreicht.

 

Varianten des Medaillentyps 1 mit kleinem Brustbild von König Maximilian Joseph I

Typ 1a) mit Signatur „Losch“

 

Vorderseite:

Kleines Brustbild von König Maximilian Joseph I, erhaben mitgeprägte Signatur „Losch“

 

Rückseite:

Bekrönter bayerischer Löwe mit Wappenschild und Schwert auf einem glatten Sockel stehend.

 

 

Form der Öse:

oben goldene Medaille

unten silberne Medaille

 

Bei vorliegendem Exemplar:

Gewicht: rd. 14,7 g
Durchmesser: 33,8 mm
Unsaubere Prägung im Stäbchen (erhabener umlaufender Ring am Rande) der Vorderseite und Rückseite durch beschädigte Prägestempel.

*Beierlein, Die Medaillen und Münzen des Gesamthauses Wittelsbach
v.Hessenthal und Schreiber, Die tragbaren Ehrenzeichen des deutschen Reiches
Nimmergut, Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945

(Bilder: Privatsammlung)

Typ 1b) mit Signatur „Losch“

 

 

Vorderseite:

Wie Typ 1a)

 

 

Rückseite:

Wie Typ 1a), jedoch mit neuem Prägestempel, sichtbar z.B. am Löwen, der im Stempelbild weiter nach unten gewandert ist, der dünneren Mähne des Löwen zum Schwert hin und am Sockel, der in den Rand hineinreicht.

 

 

Form der Öse:

oben goldene Medaille

unten silberne Medaille

 

Typ 1a)                      Typ 1b)

Typ 1a)                      Typ 1b)

 

Bei vorliegendem Exemplar:

Gewicht:                                ca. 14,7 g
Durchmesser:                       34,1 mm
Unsaubere Prägung im Stäbchen der Vorderseite durch beschädigten Prägestempel, sauber geprägtes Stäbchen der Rückseite durch neueren Prägestempel.

(Bilder: Privatsammlung)

Typ 1c) ohne Signatur „Losch“

Vorderseite:

Wie Typen 1a) und 1b), jedoch ohne Signatur „Losch“

 

Rückseite:

Wie Typ 1b)

 

 

Form der Öse:

oben goldene Medaille

unten silberne Medaille

 

Typ 1b)                      Typ 1c)

Typ 1b)                      Typ 1c)

 

Bei vorliegendem Exemplar:

Gewicht:                                ca. 14,3 g
Durchmesser:                       34,1 mm
Unsaubere Prägung im Stäbchen der Vorderseite durch beschädigten Prägestempel, sauber geprägtes Stäbchen der Rückseite. Es handelt sich hier um einen stempelschwachen Typ 1b), der aufgrund der fehlenden Stempelschneidersignatur, immer wieder mit Typ 1d) verwechselt wurde. Aus diesem Grunde wird dieser stempelschwache Typ 1b) hier als eigenständiger Typ 1c) aufgeführt.

Bilder: Privatsammlung

Typ 1d) ohne Signatur „Losch“

 

Vorderseite:

Neuer Prägestempel ohne Signatur „Losch“. Die Umschrift ist stärker und umfasst das Bildnis wesentlich weiter, was man an der Position des „N.“ von BAIERN im Vergleich zu den Typen 1a), 1b und 1c) erkennen kann.

 

Rückseite:

Neuer Prägestempel. Der Löwe ist nochmal im Stempelbild weiter nach unten gewandert, der Schwanz hat eine andere Form, die Oberseite des Sockels, auf dem er steht, ist nicht mehr glatt sondern gekörnt und der Schild ist im Detail anders gestaltet.

 

 

Form der Öse:

oben goldene Medaille

unten silberne Medaille

 

 

 

                   Typ 1c)                        Typ 1d)                       Typ 1c)

 

                   oben Typ 1d)

                   unten Typ 1c)

 

Bei vorliegendem Exemplar:

Gewicht:                                ca. 19,7 g (vereinzelt auch 14,6 g)
Durchmesser:                       34,5 mm (vereinzelt auch 34,8 mm)
Geänderte Öse bei der silbernen Medaille, diese in der Seitenansicht kreisrund und aus stärkerem Silber, keine Randbeschädigungen im Stäbchen auf der Vorder- und Rückseite.

(Bilder: Privatsammlung)

 

Nimmergut* schreibt bei seiner Anmerkung zu Nr. 576: „Es existieren offensichtlich zwei verschiedene Rückseitenstempel, einmal mit glattem Grund unter dem Balken, [er meint wohl die Oberseite des Balkens/Sockels] auf dem der Löwe steht und einmal mit gekörntem Grund. Auch weichen Ösen und Bandringe stark voneinander ab“

Die bei Nimmergut* unter Nr. 576 abgebildete und beschriebene silberne Medaille ist nicht das Pendant zu der bei Nr. 575 abgebildeten goldenen Medaille des hier bezeichneten Typs 1d). Es handelt sich auch nicht nur um eine Variante davon. Die Beschreibung und die Bilder zu Nr. 576 zeigen vielmehr einen Typ 1c). Es weichen offensichtlich nicht nur die Rückseitenstempel voneinander ab, sondern auch die Vorderseitenstempel, nicht nur die Ösen und „Bandringe“, sondern auch das Gewicht und die Qualität (Bandringe wurden grundsätzlich bei bayerischen Medaillen nicht mitverliehen, sondern mussten privat beschafft werden). Bei der scheinbar zu hohen Öse könnte es sich um eine flachgedrückte Originalöse handeln. Dies ist leider ohne Seitenansicht nicht zu bestimmen. Überhaupt ist der bei Nimmergut Nr. 576 abgebildete und beschriebene Typ in Silber (hier beschrieben als 1c) mit einem eigentlich dort richtig zu beschreibenden Typ 1d) in Silber nicht vergleichbar. Die einzig relevante gemeinsame Eigenschaft ist das Fehlen der Signatur.

Hessenthal/Schreiber* beschreiben einen solchen Typ 1d), jedoch wird die Existenz des hier vorgestellten Typen 1b) und 1c) nicht erwähnt.

Dieser Typ kommt vereinzelt auch mit einem geringeren Gewicht (ca. 15 g) und dünner Öse vor, wie es bei den Typen 1a) – 1c) der Fall ist. Die Verleihungen für 1805 bis 1815 zogen sich in Einzelfällen noch bis 1835 hin, sodass es möglich wäre, dass dafür diese leichteren Medaillen des Typs 1d) geprägt wurden.

Erklärungsversuch zu den Stempelverschiedenheiten des Typ 1

Augenscheinlich ist bei den verschiedenen Rückseitenstempeln der Typen 1a) im Vergleich zu den Typen 1b) und 1c) der gleiche Löwe auf dem Sockel zu sehen, jedoch in einer anderen Position. Dazu kann man folgende Vermutungen anstellen:

Die Stempelverschiedenheit könnte durch die Erstellung einer neuen Urmatrize erklärt werden, wo durch das sog. Senken des Originalstempels auf einen Matrizenstempelrohling eine neue Urmatrize gefertigt wurde (sh. hierzu oben „Kurzdarstellung der Technik zur Herstellung eines Prägestempels“). Sollte dabei der Löwe (Originalstempel ohne Umschrift) nicht exakt mittig, nicht an der gleichen Stelle und im gleichen Winkel, wie bei der ersten Matrize auf den Matrizenstempelrohling aufgesetzt worden sein ( in diesem Falle etwas weiter unten), so würde sich nicht nur die andere Position des Löwen, die leicht veränderte Umschrift (wurde für jede Urmatrize neu geschlagen/graviert), sondern auch das Hineinreichen des Sockels in das Stäbchen (Rand) erklären (sh. Skizze).

 

 

* v.Hessenthal und Schreiber, Die tragbaren Ehrenzeichen des deutschen Reiches
Nimmergut, Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945

Für das Prägen des Typs 1d) sind offensichtlich andere Prägestempel erstellt worden, was durch die Umstellung der Prägemaschinen im Jahre 1827 von der Spindelpresse auf die Hebelpresse erklärbar wäre. Hierbei ist beim Vorderseitenstempel wiederum eine neue Urmatize vom Originalstempel mit einer neu erstellten Umschrift erstellt worden. Bei der Rückseite sieht man, dass es sich nur um einen ähnlichen aussehenden Löwen handelt (sh. auch Schwanz des Löwen). Wenn man den oben aufgeführten Schritten der Erstellung von Prägestempeln folgen will, müsste hier mindestens im Fertigungsprozess ein neuer Originalstempel erstellt worden sein. Man kann zumindest davon ausgehen, dass bei allen Varianten des Typs 1 das gleiche Stahl- oder Bronze-Positivmodell verwendet wurde.

Beim Fehlen der Stempelschneidersignatur „Losch“ wäre es denkbar, dass dies einem „Künstlerurheberrecht“ geschuldet war. Bei der Erstellung neuer Prägestempel wurden immerhin noch die Entwürfe oder Abgüsse von dem 1826 verstorbenen Joseph Losch des Älteren verwendet.

 

Varianten des Medaillentyps 2 mit großem Brustbild von König Maximilian Joseph I

Typ 2a) mit Signatur „J. Ries“

 

Vorderseite:

Großes Brustbild von König Maximilian Joseph I, erhaben mitgeprägte Signatur „J. Ries“

 

Rückseite:

Gekrönter bayerischer Löwe mit Wappenschild und Schwert auf einem glatten Sockel stehend.

 

 

Form der Öse:

oben goldene Medaille

unten silberne Medaille

 

Bei vorliegendem Exemplar:

Gewicht:                                ca. 19,3 g
Durchmesser:                       34,5 mm
Typ 2a) hat eine identische Form der Öse und einen identischen Durchmesser wie Typ 1d). Aus den Akten geht hervor, dass Ries-Medaillen zwar schon 1871 geprägt, aber entgegen anderslautenden Aussagen erst im Jahre 1872 verausgabt wurden. Die Neuanfertigung der Prägestempel durch Ries war erforderlich, da keine Matrizen mehr vorhanden waren. Ries war auch nicht verpflichtet, Medaillenstempel dienstlich anzufertigen, weshalb er eine von ihm selbst gestellte Rechnung vom 24. Dezember 1872 für das Anfertigen der Stempel samt Stahl in Höhe von 250 Gulden mit der Bitte um Bezahlung einreichte (sh. dazu BayHStA, Abteilung 4, Kriegsarchiv, MKR 3345). Bei diesem Typ handelt es sich aufgrund der Ösenformen und des Durchmessers offensichtlich um eine Prägung 1871, verausgabt erst ab 1872, für noch nicht abgewickelte Verleihungen für den deutsch-französischen Krieg 1870/71. Er kommt selten auf Ordensschnallen von Veteranen des 1870/71er Krieges vor.

(Bilder: Privatsammlung)

Typ 2b) mit Signatur „J. Ries“

 

Vorderseite:

Wie Typ 2a)

 

Rückseite:

Wie Typ 2a)

 

 

Form der Öse:

oben goldene Medaille

unten silberne und s/v Medaille

 

      Typ 2a)                     Typ 2b)

 

Typ 2a)                     Typ 2b)

 

 

Randstempelung einer s/v Medaille

 

Bei vorliegendem Exemplar:

Gewicht:                                ca. 19,2 g
Durchmesser:                       34,2 mm
Die silberne Medaille hat eine kräftige, in der Seitenansicht tropfenförmige Öse und einen geringeren Durchmesser als der Typ 2a). Ab 1917 wurden anstatt der bisher in Dukatengold ausgeführten goldenen Militär-Verdienst-Medaillen nur noch vergoldete Silbermedaillen ausgegeben. Diese haben im unteren Medaillenrand den Feingehaltstempel 1000 und einen Halbmond für das Material Silber eingeschlagen. Da es sich um vergoldete Silbermedaillen handelt, haben die Ösen auch die gleiche Form wie die silbernen. Dieser Typ kommt stark ausgeprägt bis stempelschwach vor und wurde zusammen mit dem folgenden Typ 2c) für tapfere Taten im Weltkrieg verliehen. Auf den Bildern ist beispielsweise eine stempelschwache silberne Medaille abgebildet, was man auf der VS an den Ausfällen der Umschrift und des Brustbildes von König Maximilian Joseph I und auf der RS am fehlenden Kreuz auf der Krone erkennen kann. (Zum Entstehen einer Stempelschwäche sh. auch Erläuterungen oben zur „Kurzdarstellung der Technik zur Herstellung eines Prägestempels“)

(Bilder: Privatsammlung)

Typ 2c) mit Signatur „J. Ries“

 

Vorderseite:

Wie 2a) und 2b)

 

Rückseite:

Wie 2a) und 2b), jedoch Löwe mit rausgestreckter Zunge

 

 

Form der Öse:

oben Silberne Medaille

(Bisher keine goldenen (s/v) Medaillen dieses Typs bekannt)

 

Typ 2b)                    Typ 2c

Typ 2b)                    Typ 2c

 

Detail:

oben Typ 2b)

unten Typ 2c)

 

Bei vorliegendem Exemplar:

Gewicht:                                ca. 19,2 g
Durchmesser:                       34,2 mm
Sehr kräftige, in der Seitenansicht tropfenförmige Öse aus Silber.
Dieser Typ ist grds. identisch mit Typ 2b), jedoch sieht man am Maul des Löwen, dass dieser seine Zunge weit herausstreckt. Auch die Krone ist etwas schmäler ausgeführt. Dieser Typ ist mir nur prägestark und mit gesichert zusammengehörigen Nachlässen in Silber bekannt, die erst am Kriegsende über das Abwicklungsamt oder das Staatsministerium des Äußeren bearbeitet wurden. Es liegt die Vermutung nahe, dass die Prägestempel, nachdem sie am Ende des Krieges völlig unbrauchbar geworden waren, neu angefertigt wurden.

(Bilder: Sammlung Bernd Löw, Altendorf)

 

Präge-, Verleihungs- und Ausgabezeiträume

Der häufig verwendete Begriff des Verleihungszeitraumes impliziert oft unbewusst auch die Herstellung/Prägung und Verausgabung/Überreichung der Medaille. Diese Zeiträume sind jedoch nicht immer deckungsgleich, weshalb eine Unterteilung in Präge-, Verleihungs- und Ausgabezeiträume hilfreich ist.

Der Prägezeitraum ist als die Zeit zu verstehen, in der eine Medaille geprägt wurde. Als Verleihungszeitraum bezeichnet man die Zeit, in der eine tapfere Tat begangen und statutengerecht mit einer Medaille gewürdigt werden konnte (Kriegstage). Der Ausgabezeitraum ist die Zeit, in der eine Medaille zur Belohnung verausgabt/überreicht wurde. Bayerische Militär-Verdienst-Medaillen wurden bei vorherigen Ableben des Beliehenen an die Hinterbliebenen zum Andenken ausgehändigt.

Die Typen 1a) bis 1c) dürften aufgrund ihrer Prägequalität mit der Spindelpresse von 1807 bis 1827 geprägt worden sein. Sie wurden grundsätzlich für Taten von 1807-1815, vereinzelt auch für die ab 1807 ausgesprochene Verleihungen für die Jahre 1805-1806, verliehen. Der Ausgabezeitraum beginnt ab Fertigstellung der Stempel 1807 (Rechnungsstellung von Losch für zwei „Prägestöcke“ vom 22. März 1807 an das geheime „Kriegs-Bureau“) bis zur Umstellung von der Spindelpresse auf die Kniehebelpresse 1827.

Typ 1d) wurde nach der Umstellung von der Spindelpresse auf die Kniehebelpresse ab 1827- 1871 geprägt. Dieser Typ wurde für 1849, 1866 und 1870/71, vereinzelt auch für die erst im Zeitraum ab 1827 – 1835 ausgesprochenen Verleihungen für 1805 – 1815 verliehen. Die letzte bekannte Verleihung für den Zeitraum 1805 – 1815 erfolgte an den Soldaten Joseph Siekhart vom 8. Linien-Infanterie-Regiment für eine Tat am 5. Dezember 1805 während des Feldzuges gegen Österreich bei Iglau, wofür man ihm fast 30 Jahre später durch Armee-Befehl vom 20.März 1835 noch eine silberne Medaille (1d) zuerkannte. Deshalb sind beim Ausgabezeitraum nicht nur die Jahre 1849 – 1871, sondern die Jahre 1827 – 1871 anzunehmen.

Typ 2a) wurde von 1871-1901 geprägt und für die Restabwicklung der Verleihungen 1870/71 und für 1901 von 1872 – 1901 verausgabt. (Rechnungsstellung von J. Ries vom 24. Dezember 1872).

Typ 2b) wurde von 1914-1918 geprägt und für Taten im 1. Weltkrieg bis 1918 verliehen und verausgabt.

Typ 2c) wurde ab Ende 1918 geprägt und für noch nicht abgewickelte Verleihungen des 1. Weltkrieges verausgabt.

Eventuelle Überschneidungen bei den Ausgabezeiträumen durch noch vorhandene Bestände der vorausgehenden Typen („Lagerbestände“) aus Überproduktion wurden bei dieser Betrachtung nicht berücksichtigt, da nicht bekannt. Laut Aktenlage wurde eine Rechnung des Hauptmünzamtes vom 21. März 1807 für die Umprägung von 16 goldenen, Neuprägung von 32 goldenen, Umprägung von 26 silbernen und Neuprägung von 100 silbernen Militär-Verdienst-Medaillen gestellt. Dies belegt, dass die noch vorhandenen churfürstlichen Medaillen definitiv nicht mehr ab 1807 verausgabt wurden und dass vereinzelt Taten von 1805 (Kurfürstentum) mit den Medaillentypen 1a), 1b) 1c) und sogar noch mit dem Typ 1d) belohnt wurden. Eine Aussage, dass z.B. der Typ 1d) für Taten aus 1849 – 1871 „verliehen“ wurde, ist den oben gemachten Anmerkungen nach unrichtig und rechtfertigt meiner Meinung nach die Aufteilung in die oben erwähnten Zeiträume.

 

* einschließlich Nachverleihungen für 1805 – 1806

 

Fälschungen und Verfälschungen zum Schaden des Sammlers

Es sind mir geprägte und gegossene Fälschungen bekannt. Bei Gussfälschungen gibt es auch Exemplare, die komplett mit Öse gegossen wurden. Geprägte Fälschungen (mit Stempelschneidersignatur J. Ries) sind durch genauen Vergleich des Stempelbildes erkennbar. Sie gibt es auch aus Gold! Verfälschungen, bei denen original silberne Ries-Medaillen nachträglich vergoldet und mit den Feingehaltsstempel 1000 und den Halbmond für Silber im Medaillenrand versehen wurden, sind leider auch anzutreffen und relativ schwer zu erkennen.

Zum Schluss

Die Existenz weiterer Prägevarianten kann nicht ausgeschlossen werden! Für Hinweise, Berichtigungen und Ergänzungen wäre ich über eine Nachricht an den Verlag „Weber“ sehr dankbar. Häufig bin ich auch auf der Internetplattform „Sammlergemeinschaft Deutscher Auszeichnungen“ (http://h2385226.stratoserver.net) unter dem Mitgliedsnamen „waldo“ erreichbar. Ich hoffe, dass die Fragen über die Prägevarianten der bayerischen Militär-Verdienst-Medaille durch diesen Beitrag nicht mehr, sondern weniger geworden sind.

 

Verwendete und über das vorgestellte Thema hinaus weiterführende Quellen/Literatur mit Bezug zur Bayerischen Militär-Verdienst-Medaille

Anmerkungen zur bayerischen Ordenskunde

Bergmann/Hamm, Bergmann, 1990 und 1992

Heft 1: 1866, Eine ordenskundliche Studie

Heft 2: Anmerkungen zur bayerischen Ordenskunde

– Aviation Awards of Imperial Germany in World War I

Neal W. O´Connor, Volume I, 1988

Bayerns Goldenes Ehrenbuch 1914 – 1918

Bayerisches Kriegsarchiv, München 1928

Bayern’s Helden & Ehrenbuch

E. Huber’s Verlag, München, 1872/73

Bericht (Jahresbericht) über den Bestand und das Wirken des Kunst-Vereins in München

während des Jahres 1827, München 1828

während des Jahres 1843, München 1844

Darstellungen aus der Bayerischen Kriegs- und Heeresgeschichte

Heft 8, K.B. Kriegsarchiv, München 1899

Das Bayerland, Illustrierte Wochenschrift für bayerische Geschichte und Landeskunde

6. Jahrgang, Verlag Oldenbourg, München 1895

7. Jahrgang, Verlag Oldenbourg, München 1896

30. Jahrgang, Verlag Oldenbourg, München 1919

Der Tapferkeit, Die königlich-bayerische Militär-Verdienst-Medaille im deutsch- französischen Krieg 1870/71, Taten- und Ehrenbuch

Walter Kinast, Phaleristischer Verlag Michael Autengruber, Konstanz/Karlsfeld 2016

Der Bayerische Soldat im Felde

2. Verm. Auflage, k.b. Kriegsarchiv, München 1898/99

Band 1: 1793 – 1815

Band 2: 1849 – 1866

Band 3: 1870 – 1871

Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945

Nimmergut, 1997

Band 1, Anhalt – Hohenzollern (und Ergänzungsband)

Deutsches Heldenbuch

Moritz Ottmann, Verlag von E. Morgenstern, Breslau, 1877

– Die Bayern im Kriege seit 1800

Bencker/Sixt, K.B. Kriegsarchiv, 2. Auflage, München 1914

– Die Heldenthaten und Auszeichnungen der Bayerischen Armee im Kriege von 1870 und 1871

Krüll’sche Buchhandlung, Ingolstadt 1871

– Die Bayern im großen Kriege 1914 – 1918

Bayerisches Kriegsarchiv, München 1923, mit Karten- und Beiheft

– Die Medaillen und Münzen des Gesamthauses Wittelsbach

P. Beierlein, München 1901, 1. Band: Bayerische Linie, II. Teil

– Die Münztechnik – Ein Handbuch für Münztechniker, Medaillenfabrikanten, Gold- und Silberarbeiter, Graveure und technische Chemiker

E. Schlösser, kgl. Preußischer Münzwardein, z. D. zu Hannover, Hannover 1884

– Die Ritter-Orden, Ehren-Verdienst-Zeichen, sowie die Orden adeliger Damen im Königreiche Bayern

Ludwig von Coulon, München 1838

– Die Ritter- und Verdienstorden, Ehren-, Verdienst- und Denk-zeichen sowie Dienstaltersauszeichnungen des Königreichs Bayern

Leser, München-Straubing 1910

– Die tragbaren Ehrenzeichen des Deutschen Reiches

Dr. v.  Hessenthal und Schreiber,  Potsdam und München 1940

– Ehren-Zeichen (Kriegs-Denkzeichen, Verdienst- und Dienstalters-Zeichen) der erloschenen und blühenden Staaten Deutschlands und Österreich-Ungarns

v. Heyden, Meiningen 1897

– Eine goldene bayerische Tapferkeitsmedaille des Feldzugs 1870/71 aus Familienbesitz

Schubersky, in „Der Bote aus dem WGM“, Nr. 38, 2000, Seite 19-21

– Kriegserinnerungen für Bayern mit besonderer Beziehung auf die Kriegsepoche von 1790 bis 1815

Karl Anton von Purkhart, Kempten 1829

– Ludwig II. König von Bayern, Sein Leben und Wirken auf Medaillen und Münzen

O. A. Klose, München 1995

– Medaillen und Plaketten

2. Umgearbeitete Auflage, M. Bernhart, R. C. Schmidt & Co, München/Berlin 1919/1920

– Mitgliederverzeichnis des Ordens der Bayerischen Tapferkeitsmedaille, KdöR

1955

– Militär-Verdienst-Medaillen, Prägestempel,

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Abteilung IV, Kriegsarchiv, Aktenzeichen MKR 3345

– Orden, Ehren- und Verdienst-Zeichen, Denk- und Dienstalters-Zeichen in Bayern

Knussert, München 1877

– Satzungen des Ordens der Bayerischen Tapferkeits-Medaille

Landesverband Bayern, Sitz München, 1926

– Statuten des k.b. Militär-Verdienstordens, der Militär-Verdienst-Medaille und des Militär-Sanitäts-Ehrenzeichens

Hübschmann’sche Buchdruckerei (E. Lintner), München 1891

– 175 Jahre Orden der Bayerischen Tapferkeitsmedaille

H. Schmitt, Präsident des Ordens der Bayerischen Tapferkeitsmedaille, München 1969

 

 

 

Copyright © 2018 Walter Kinast.  All rights received.

 

 

Thank you for your interest regarding this article.

This article was originally published in: Militaria & Phaleristik. Magazin für Sammler militärhistorischer-und zeitgeschichtlicher Antiquitäten. Nr. 1, Mai – August 2018. ISSN 2570 – 110X. Verlag Weber, Schönau.

The author Walter Kinast has graciously allowed the article to be reproduced here for the benefit of OMSA members and other site visitors.  This fantastic article is the first of its kind to systematically catalogue all known types of die variations regarding the Royal Bavarian Military Merit Medal.  Prior to this publication, much of this information was unknown.  The author’s years of extensive research have resulted in this pioneering work which will undoubtedly remain the standard catalogue for these historically important items for many years to come.

Comments are welcome.

– Lorin

 

 

 

 

 

 

 

 

1 Comment
  1. Servus Lorin,

    I’m glad that my article has found its place here in OMSA. Thanks for the nice words in your comment. Many greetings from Bavaria

    Walter

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